Gerald Grosz

Vor gut einem Jahr, im November 2018 schwappte die Klimahysterie eines Mädchens über den Tellerrand des kleinen Schwedens in die Welt, erfasste die sperrige Botschaft des Pappschilds vorm Stockholmer Reichstag „Skolstrejk för klimatet“ den Globus mit dem ihr zu eigen gemachten Alarmismus.

Die Geburtsstunde der Heiligen Gretl, der apokalyptischen Reiterin des Weltuntergangs, der mystischen Seherin des Nordens, dem neuen goldenen Kalb der gegenwärtigen Zivilisation ward geschehen. Aus Skolstrejk wurde „Fridays for future“, aus der anfangs gedachten Selbstbehandlung depressiver Verstimmungen bei Minderjährigen, wurde eine globale Bewegung renitenter Schulschwänzer.

Die Apostel dieser Katastrophenbewegung waren rasch gefunden, denn eingeimpfte Angst ist ein hervorragender Magnet so manch populistischer Bewegung. In das geistige Vakuum unserer orientierungs-, geist- und herkunftslosen Gesellschaft implementierte sich exakt 50 Jahre nach 1968 eine neue Befreiungsarmee mit klarer politischer Agenda, der sich die gesamte Menschheit unterzuordnen hat.

Weltweit versammeln sich die Eliten, die Medien, die Wirtschaft und selbst Kirchen hinter der Anführerin der nahenden Zöpferldiktatur und verkünden im Namen, nicht des Herrn, sondern des Klimas den neuen Puritanismus, den Rückbau menschlichen Genies und Erfindungsgeist, den verordneten Eingriff ins individuelle Leben.

Das Glaubensmantra ist die Einschränkung der persönlichen Freiheit zugunsten der abstrakten Besänftigung des Klimas. Jede noch so geringe Wetterkapriole, jeder Wechsel der Jahreszeiten, jedes Hochwasser, jeder gelegte Waldbrand ist dem Klimawandel geschuldet, dient als Argumentation für weitreichende Maßnahmen, ist Brandbeschleuniger der Hysterie für eine neue, politisch korrekte Planwirtschaft: CO2 Steuern, Ernährungsregeln, zentralistische Landwirtschaft, Bevormundung, Entmündigung, das Ende des Individualverkehrs, Verkehrsabgabe, CO2-neutraler Atomstrom, die Diktatur der GrünInnen.

Aber diese Maßnahmen sind nur die vordergründig verkündete Ouvertüre für die wahre Absicht, das Grande Finale: Die Bewältigung der aus dem verkündeten Klimawandel verursachten Klimaflüchtlinge von denen es aktuell 500 Millionen und dank fulminanter Geburtenraten täglich tausende mehr gibt.

Und hier sind wir bereits bei der Lüge dieser neuen, populistischen Bewegung, bei der eigentlichen Mutlosigkeit, bei der gezielt unterdrückten Wahrheit. Wenn der von Gretl und ihren Anhängern beschworene Klimawandel Menschen gemacht ist stellt sich die Frage, wie die Welt den Anstieg auf knapp 8 Milliarden Bürgern bei gleichbleibenden Ressourcen überhaupt aushält? Wie diese Umwelt auf 10, auf 15 Milliarden Menschen reagiert.

Die Antwort darauf wäre eine sofortige Einschränkung des Anstiegs der Weltbevölkerung, gerade in bevölkerungsreichen Regionen. Aber das passt nicht ins linksideologische Konzept der Ökoterroristen, der GrünInnen, nicht in politische Agenda Gretls und ihren ökonomischen Unterstützern, deren Glaubenswahrheit das Wachstum ist und sei es auch nur das ihres eigenen Bankkontos. Denn diese leben von der Angst und die Angst kann nur bei einer Nichtbehebung des Problems aufrecht erhalten werden.

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