4.14   Der Gottesbeweis

Die einzige schriftliche Überlieferung für einen Gottesbeweis sind die Bücher des Alten Testaments. Sowohl Juden, Moslems, als auch Christen orientieren sich daran. Aber schlauerweise haben die Juden zusätzlich ihren Talmud, die Moslems ihren Koran und die Christen das Neue Testament.

Im Alten Testament wird berichtet von einem Schöpfer des Himmels und der Erde, einem Schöpfer allem lebendigen was darauf ist, Pflanzen, Tiere und die Menschen und er betrachtete sein Werk und sah, dass es gut war. Soweit alles nachvollziehbar. Doch dann taucht da dieser Erzengel Luzifer auf und sorgt für Chaos.

Dieser Träger des Lichts war die Nummer Eins im Reich Gottes, Jesus nannte ihn später auch Vater der Lüge. Vielleicht einer der wichtigsten Aussagen des NT um das AT zu verstehen. Luzifer ein Engel mit sehr großem Ego und eifersüchtig auf kleine Menschlein, die da auch noch so etwas wie einen eigenen Willen bekommen hatten. Er wollte diesen Zicken-zauber nicht, der ihn ja nun weit unter sein Niveau einstufte. Denn er war ja an absoluten Kadavergehorsam gebunden, so wie der Rest der himmlischen Heerscharen. Also quengelte er bei seinem Boss solange, bis er die Erlaubnis erhielt diese Menschlein zu testen und das ging so.

Gott zu Adam und Eva: “Von allen Bäumen dürft ihr essen so viel ihr wollt. Aber der Eine da, das ist mein Baum, der Baum der Erkenntnis, den lasst mir, den würdet ihr nicht verstehen, der würde euch umbringen. Dann seid ihr tot und ich habe das alles umsonst geschaffen.”

Luzifer zu Adam und Eva: “Von wegen tot, der Alte hat nur Angst das ihr dann durchblickt, was er hier für eine Show abzieht”…..und später: “Gott hast du das gesehen, was sie gemacht haben, deine Lieblingsgeschöpfe.”

Der Rest ist Jedem bekannt, soweit es die Story aus der Bibel betrifft. Gott warf seine Lieblingsgeschöpfe aus dem eigens für sie konstruierten Garten. Ein Teil der Engel, allen voran Luzifer, heulten auf und wollten auch einen freien Willen. Ein Drittel rebellierte und wurde aus dem Elysium gefeuert und mit den Menschen auf die Erde verbannt.

Mal davon ausgehend, dass diese merkwürdige Geschichte der Wahrheit wenigstens ähnelt, sei angemerkt, Gott der Schöpfer kann allein lebendiges erschaffen und er ist allein verantwortlicher für den ganzen Reigen. Seine Engel, die bis Dato noch nicht einmal freien Willen kannten, sind weder in der Lage etwas Lebendiges zu erschaffen, noch einen Gedanken zu denken den der Schöpfer nicht schon vorher festgelegt hat.

Also, was Luzifer und seine Abfallengel angeht, als sie sich dem Willen Gottes entzogen, entfernten sie sich gleichzeitig auch vom Licht der Schöpfung. Die Dunkelheit aber bedeutet das Ende jeglichen Lebens und ein Verlassen der Schöpfung. In den Menschen ist immer noch ein wenig von dem göttlichen Licht vorhanden, aber die negativen Kräfte die diesen Planeten beherrschen versuchen mit aller Gewalt dieses Licht auszulöschen.

Zurück zur Bibel. Spätestens ab hier kann man ihren Aufzeichnungen als Geschichtsbuch, nur noch mit Vorsicht trauen. Es wimmelt nur noch so von Wiedersprüchen. Ganz toll auch, wie Luzifer sich als Gott ausgibt und sich verehren lässt. Zuerst bastelt er sich sein auserwähltes Volk zurecht, als ein Gott der sein Volk von einem Krieg in den nächsten treibt, von einer Gefangenschaft in die Nächste, von der Knechtschaft in die Sklaverei und vom Glutofen in die Gaskammer.

Dann lässt er auch noch den Mörder Mose, die Flucht aus Ägypten ausführen. Dieser benötigt dann die Entfernung zum gelobten Land, das nur ein paar Jeep-stunden entfernt ist, 40 Jahre. Doch vorher stattet er sein Volk mit 10 Geboten aus, wo das für ihn wichtigste Lautet: “Du sollst keine Andern Götter haben neben mir.” Ha, es gibt also doch mehrere Götter und er fürchtet die Konkurrenz, seiner eigenen Abfallengel. Und auf diesem Mist bauen alle drei Weltreligionen auf. Und in jeder Religion hat Er einen anderen Namen, und wer diesen nicht anerkennt wird platt gemacht.

Die Zehn Gebote 2. Mose 20,1-17

  1. Und Gott redete alle diese Worte:
  2. Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.
  3. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
  4. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist:
  5. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen,
  6. aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
  7. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
  8. Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest.
  9. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.
  10. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt.
  11. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
  12. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf das du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.
  13. Du sollst nicht töten.
  14. Du sollst nicht ehebrechen.
  15. Du sollst nicht stehlen.
  16. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
  17. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.

Ein bisschen viel „du sollst nicht“

Nun ist es eine Tatsache, die man schon bei Kleinkindern beobachten kann. Der Befehl du sollst nicht bewirkt genau das Gegenteil, weil in unserem Gehirn das Wort nicht ausgeblendet wird. Was haften bleibt ist du sollst.

War das also nur ein Versehen von höherer Stelle, die Gebote so zu formulieren, oder steckt da vielleicht böseste Absicht dahinter.

Noch mehr als die Männer, die er von Einen Krieg in den Nächsten hetzt, sind ihm die Frauen ein Gräuel, sind sie doch in der Lage Leben zu gebären. Und während das Elend um uns jeden Tag größer wird, unternehmen wir doch nichts dagegen. Wir warten ja auf den Erlöser und die Schlacht von Armageddon, und dann haben wir ja noch die Entrückung. All das wird uns gelehrt zu glauben, denn Wissen und echte Beweise fehlen uns. Also werden aus Wissenslücken Wissenslügen. Einfach das „ck“ gegen ein „g“ austauschen und fertig ist die Religion, die allein seligmachende und wahre Ware.

Das Experiment

Der Schöpfer erlaubte nur den Zustand des absoluten Gehorsams. Ungehorsam kommt dem Zustand des sich von Ihm Entfernens gleich. Das Experiment Erde begann. Zielsetzung des Schöpfers: Freiwilliges zurückfinden seiner Schöpfung zum Schöpfer und das ohne Zwang und Einmischung. Zielsetzung des nun gefallenen Engels: Rückfindung mit allen Mitteln verhindern.

Als erste Amtshandlung ernannte er sich zum alleinigen Gott, ein kleinkarierter Hirtengott der es seiner kleinen Herde nicht einmal erlaubte seinen Namen auszusprechen. Jahwe, die Zeugen Jehovas knacken da heute noch dran. Wie sollte er sich auch sonst anrufen lassen, Erzengel Luzifer, Lichtbringer, Schein Gottes. Na dieser Zug war abgefahren. Also nannte er sich Jahwe, was so viel bedeutet wie: ich bin da. Und weil er wusste, der Schöpfer hört mit, hatte er dann auch gleich seiner kleinen Gruppe von Anbetern eingebläut, ihn ja nicht mit Namen anzurufen.

Dann beauftragte er Einige, von seiner Macht verblendeten Anhänger, die des Lesens und Schreibens mächtig waren, all seine Heldentaten aufzuschreiben Alles wahrheitsgemäß wohlgemerkt und nur an den endscheidenden Stellen mit so großen Lügen versehen, dass es unmöglich erscheint dieses nicht zu glauben. Gott würde doch nicht zulassen, dass eine Lüge in seinen Schriften erscheint, also muss es die Wahrheit sein, auch wenn es schwer zu glauben ist. Heute sind diese Schriften für die gläubige Menschheit der Leitfaden des Lebens. Die Bibel, das meist gedruckte und meist übersetzte Buch auf Erden. Doch so viele Bibelforscher auch versucht haben ihren Sinn zu erfassen und eigene Erklärungen dazu geschrieben haben, die wenigsten Menschen halten sich daran. Hauptziel des Alten Testamentes ist es, dem Menschen zu erklären, dass er ein Sünder sei, der das Höllenfeuer verdient hat und durch die Erbsünde auch nie mehr aus diesem Kreislauf ausbrechen kann.

Durch Gesetze und Vorschriften, für deren Einhaltung die Priester sorgten, wurde eine Annäherung an den Schöpfer immer unwahrscheinlicher. Sogar noch im Neuen Testament hat sich der Römer Paulus, alias Saulus, hingesetzt und Anweisungen aufgeschrieben, wie man Jesus und sein Tod am Kreutz prima vermarkten konnte und erschuf aus dem Nichts eine neue Weltreligion, die Katholische Kirche. Dessen Hauptsitz wurde dann auch ausgerechnet Rom.

Jesus hatte die Heiligen Schriften studiert und wiederlegt. Als er die Lügen aufdeckte wurde er vom einfachen Volk geliebt. Aber der Kader Luzifers kochte vor Wut, sahen sie doch ihre Macht schwinden. Also musste Jesus weg. Durch eine Falsch Flagg Inszenierung brachte man ihn ans Kreuz, Satan zeigte sein wahres Gesicht.

Der Papst ändert die Bibel, um zu verheimlichen, dass der Vatikan den Teufel anbetet!

Der Weg zu Gott ist für die meisten Christen der Gottesdienst. Es ist Sonntag und draußen läuten die Kirchenglocken. Sie rufen den Menschen zu, kommt und betet zu Satan, kommt und betet zu Luzifer. Wem das zu hart klingt und für Empörung sorgt, der sollte den Text trotzdem weiterlesen, denn nur dann ist Aufklärung möglich. Der Papst möchte das Vaterunser ändern, seine deutschen Bischöfe und die Lutherkirche aber nicht. Was steckt dahinter?

Freie Christen beten das Vaterunser so, wie Christus Seinen Nachfolgern das Vaterunser gelehrt hat. Die evangelische und die katholische Kirche halten demgegenüber an der gefälschten Überlieferung fest. Jesus von Nazareth lehrte in Seiner Bergpredigt dieses Gebet, das wir „Vaterunser“ nennen. Es ist getragen vom bedingungslosen Vertrauen zu Gott, Seinem Vater, der ein gütiger Vater-Mutter-Gott aller Seiner Kinder ist und für alle das Beste möchte. Bei diesem Gebet sollen die Menschen nicht „plappern wie die Heiden“, wie es Jesus sagte (Matthäusevangelium 6, 7).

Wie sieht aber die Praxis aus, wenn ein Priester rät oder dem Gläubigen als angebliche „Bußleistung“ anordnet, dass mehrere Vaterunser hintereinander gebetet werden sollen? Und was ist aus den ursprünglichen Inhalten dieses Gebets geworden? Das Vaterunser ist wohl das bekannteste Gebet in der westlichen Welt und selbst vielen Kirchenfernen oder Atheisten sind die Worte, die aus dem Matthäus- und dem Lukasevangelium der Bibel stammen, geläufig. „Und führe uns nicht in Versuchung!“ so heißt es in dem Text, der in den Kirchen gebetet wird. Doch hat Jesus wirklich so zu Gott gebetet?

An anderen Stellen der Bibel heißt es, dass der „Teufel“ der Versucher ist und dass Gott von der Versuchung befreit. Oder ganz klar: „Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde.“ So steht es im Jakobusbrief 1, 13 und: Gott selbst versucht niemand.

Das sind deutliche und unmissverständliche Worte, denn ein guter Vater würde niemals seine Kinder versuchen, etwas Böses oder Unrechtes zu tun. Dennoch betet die Christenheit in den kirchlichen Konfessionen bis heute zu Gott: „Führe uns nicht in Versuchung“. Aber warum, wenn doch Gott niemanden in Versuchung führt, sondern immer hilft, sich von der Macht des Bösen zu befreien, wie es ja auch im weiteren Gebet heißt. Hat hier jemand das Vaterunser Gebet verfälscht?

Vater unser, der Du bist im Himmel.
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe.
Wie im Himmel, also auch auf Erden.
Unser täglich Brot gib uns heute.
Und vergibst uns unsere Schuld.
als wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung.
Sondern erlöse uns von dem Übel.
Denn Dein ist das Reich.
Und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen

Unter Freien Christen werden in der deutschen Sprache nachfolgende Worte gebetet. Sie stammen sinngemäß aus dem antiken apokryphen Evangelium Das Evangelium Jesu, das im Jahr 1902 als „Neu-Offenbarung“ durch Prophetie gegeben wurde sowie aus der aktuellen [1989] Christus-Offenbarung Alpha und Omega – Das ist Mein Wort.

Vater unser, der Du bist im Himmel.
Geheiligt ist Dein Name.
Unser Reich kommt.
Dein Wille geschieht.
Wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gibst Du uns heute.
Und vergibst uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Du führst uns in der Versuchung.
Und erlöst uns von dem Bösen.
Denn unser ist das Reich.
Und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen

Die Selbstentlarvung der Vatikankirche 16.12.2017

Der Druck auf Papst Franziskus wurde anscheinend immer größer. Immer mehr Gläubige, die das Vaterunser-Gebet nicht einfach traditionell oder als angebliche Bußleistung auf Anordnung eines Priesters herunterbeten wollen, sondern es von Herzen beten möchten, spüren das Unbehagen bei der Bitte an Gott: „Und führe uns nicht in Versuchung“.

Denn ein solches Gebet macht nur Sinn, wenn der Angebetete, also „unser Vater im Himmel“, die Absicht hat, den Menschen unter Umständen in Versuchung zu führen oder sich diese Möglichkeit zumindest offenlässt. Um dies nun zu verhindern, bitten die im Sinne der Kirche Betenden dann folglich: „Und führe uns nicht in Versuchung“, also sinngemäß: „Bitte tue es nicht!“

Doch an wen ist dieses Gebet gerichtet. Nimmt man ihre eigene Bibel zum Maßstab, kann es nicht der Vater im Himmel sein. Denn dort heißt es sogar wörtlich: „Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott … versucht niemand. Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt.“ (Jakobus 1, 13-14)

Wer ist dann der Teufel, dem die Vatikankirche dient?

Nun möchte der Papst die Vaterunser-Gebetsbitte ändern und erklärte im Hinblick auf die deutsche Sprache: Und führe uns nicht in Versuchung sei keine gute Übersetzung. Wörtlich sagte der Papst: Ein Vater tut so etwas nicht. Wer dich in Versuchung führt, ist Satan. Die Versuchung sei das Werk des Teufels.

Die Worte: Ein Vater tut so etwas nicht, aus dem Mund des Papstes sind aufschlussreich. Was ist dann aber mit dem katholischen Dogma einer angeblichen Hölle und den unzähligen Verfluchungen dorthin, wenn jemand nicht alle Dogmen glaubt.

(https://www.theologe.de/hoellenlehre_der_katholischen_kirche.htm#Hoellenlehre)

Was ist dann mit der verbindlichen katholischen Lehrverkündigung der Ausmerzung?

(https://www.theologe.de/theologe18.htm#382)

Dies alles gehört zu den verbindlichen Glaubensgrundsätzen des Katholizismus. Doch ein liebender Vater tut so etwas nicht.

Angesichts dieser Selbstentlarvung ist das Wesentliche damit schon gesagt und jeder kann daraus die Konsequenzen ziehen, die er möchte. Dass der Papst auch noch versucht, mit einem Trick den Kopf aus der eigenen – übertragenen Sinne – Schlinge zu ziehen, wird dabei zur Nebensächlichkeit, die jedoch ebenfalls zur Selbstentlarvung beiträgt. Lass mich nicht in Versuchung geraten, träfe es besser, so sein Änderungsvorschlag beim Vaterunser (zit. nach zeit.de, 7.12.2017).

Hier wendet der Papst einen Trick an, indem er scheinbar nur die deutsche Übersetzung kritisiert. In Wirklichkeit geht es aber um die Urtexte in Griechisch bzw. für die Vatikankirche um ihren dogmatisierten lateinischen Text in der vom Kirchenvater Hieronymus Ende des 4. Jahrhunderts verfassten so genannten „Vulgata“-Bibel. Denn dort steht in altgriechischer bzw. in lateinischer Sprache, was in der deutschen Übersetzung zweifelsfrei und unbestritten richtig wiedergegeben ist: „Und führe uns nicht in Versuchung“, und nicht führe uns hinein in Versuchung. (idea.de, 8.12.2017)

Auch die Übersetzungs-Experten sowohl der Lutherkirche wie auch der Vatikankirche hatten bei ihren Überarbeitungen der Lutherübersetzung des Neuen Testaments (2017) bzw. der katholischen Einheitsübersetzung (2017) die Vaterunser-Übersetzung: „Und führe uns nicht in Versuchung“, erst vor einigen Monaten ausdrücklich bestätigt. Es ist also überhaupt nicht, wie der Papst behauptet keine gute Übersetzung. Sondern der zugrundeliegende Ur-Text wäre dem Papst zufolge nicht gut, was aber der Papst so nicht zugibt. Denn würde der Papst nicht diesen irreführenden Trick anwenden, indem er von Übersetzung statt von Urtext spricht, würde er ja offiziell einen markanten Fehler in der eigenen Bibel zugeben.

Die Vatikankirche behauptet in ihren angeblich unfehlbaren Dogmen jedoch, ihre Bibel sei ein Diktat des Heiligen Geistes. Doch ob päpstlich zugegeben oder nicht. Die Situation ist eindeutig und für die Kirche ein Widerspruch in sich selbst. Sie haben sich also bereits ins Absurde hineinmanövriert.

Ihr Dogma von der angeblichen Fehlerfreiheit ihrer Bibel hatte außerdem grausame Folgen: Wenn Urchristen in den letzten Jahrhunderten hier zum Beispiel anders gelehrt hatten, wurden sie auf Betreiben der katholischen oder auch der evangelischen Inquisition als so genannte Häretiker gefoltert und hingerichtet und zusätzlich noch in eine angeblich ewige Hölle verdammt.

Kritik an päpstlicher Idee

Kritik am dem pontifikalen Vorschlag kam von Bischöfen und Theologen. Nach Ansicht des Bochumer katholischen Theologen Thomas Söding sollte die deutsche Vaterunser-Übersetzung: Und führe uns nicht in Versuchung, trotz der Kritik von Papst Franziskus erhalten bleiben. Die deutsche Übersetzung braucht nicht verändert zu werden. Sie muss bleiben, wie sie ist, sagte er.

Die bisherige Übersetzung aus dem griechischen Originaltext sei wörtlich, erklärte der katholische Bibelwissenschaftler. Wer mit den Worten Jesu beten will, hält sich am besten ans Neue Testament.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie gut die Stellvertreter Gottes ihren Chef kennen und für ihn einspringen, wenn es um den Erhalt der großen Macht geht. Was 2000 Jahre funktioniert hat, sollte man nicht ändern, außer man riskiert sich vom Geldhahn abzuschneiden.

So ist es wohl bewiesen, dass wir es hier mit einer Menge Götter zu tun haben, die diesen Planeten und seine Bewohner, quälen und tyrannisiere und das seit Generationen, wenn nicht gar seit Anbeginn der Welt.

Das hat aber nun gar nichts mit dem liebenden Gott zu tun, der alles erschaffen hat und den wir Schöpfer nennen. Dessen Existenz kann nicht bewiesen werden, allein im Glauben und Glauben ist eine Gotteserfahrung.

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