3.10   Die Falle

Was nutzt mir das Wissen, das ich in der Falle sitze,

oder wem nutzt es, dass ich weiß, dass ich in der Falle sitze.

Das wir nicht in der heilen Welt leben, in der wir uns in unserer Kindlichkeit wähnten, wird wohl jeden Tag klarer. Man braucht nur die Geschehnisse um sich herum zu beobachten, und es wird einem bewusst, dass wir schon jetzt in der Hölle leben, die uns ja so großzügig erst nach unserem Tode angedroht wird. Der Kerkermeister Luzifer regiert diesen Gefängnisplaneten, und jeder von uns hat lebenslänglich. In der Hypnose, in der sich die Menschheit unter seinem Joch befindet, lässt sich dieser Zustand wohl nur ertragen, wenn man betäubt und geistig abgeschaltet bleibt. Kommen Zweifel auf, dass irgendetwas hier nicht stimmt, greift sofort die Programmierung in Form des Allgemeinwissens und der Überzeugung die da lautet: Das sind alles von Menschen selbst gemachte Leiden.

Dann suchen wir die Schuld bei uns selbst, finden auch einen Schuldigen, auf den wir dann so richtig sauer sind, und werden so geschickt von Thema abgelenkt die wahren Verursacher aufzuspüren.

Wir verschwenden all unsere Energie uns die Köpfe einzuschlagen, und hoffen mit jedem Schlag, dass sich nun alles zum Guten wenden wird. Wie kann es sein das 99% der Menschheit den Frieden will, und trotzdem der Verursacher aller Kriege sein soll, währen das eine Prozent ihren Machenschaften nachgehen können, natürlich nur zum Wohle der Menschheit. Dabei sitzen sie so fest im Sattel, dass sie es sich leisten können, dass einige Wenige aus ihrer Traumwelt erwachen, und anfangen Zusammenhänge zu erkennen.

Nun sollte man meinen, dass diese sogenannten Erwachten eine Gefahr für das System der Mächtigen darstellen, dass sie erschaffen haben. Weit gefehlt, das Spiel fängt jetzt erst an. Wie kann der Mächtige von seiner Macht überzeugt sein, wenn niemand außer ihm weiß, dass er mächtig ist. Um seine Macht auszuspielen braucht er Jemanden den er quälen kann. Dabei reicht es aber nicht Diejenigen zu quälen die diese Qualen nur ertragen, weil sie wie hypnotisiert vor sich hinvegetieren. Erst richtig Spaß macht die Sache, wenn der Mächtige jemand hat, der die Qualen auch als solche erkennt, und versucht sich dagegen zu wehren. Die Gefahr des Erkennens ist also die Vergrößerung der Pein.

Wenn ein Gefangener erwacht, und feststellt, dass er als Gefangener in der Zelle sitzt, erst dann wird er über seine Befreiung nachsinnen. Er kann die Schuld, dass er hier sitzt nun bei sich selbst, oder bei seinen Mitgefangenen suchen, er wird aber ab jetzt die Aufmerksamkeit des Wärters auf sich ziehen.

Dabei ist jeder Versuch des Gefangenen, aus diesem Loch auszubrechen, für den Wärter eine willkommene Abwechslung. Ja er geht wohl soweit, um sich nicht zu langweilen wird der Wärter immer wieder versuchen seine Gefangenen aufzustacheln ihre Situation zu erkennen, um etwas zu unternehmen. Je größer die Unruhe in der Zelle wird, je größer ist die Ausspielung der Macht des Wärters. Das geht aber nur so lange gut wie sich die Wut der Gefangen gegeneinander richtet.

Sollte sich diese Auflehnung jedoch einmal gebündelt gegen den Wärter richten, dann ist dieser wirklich in Gefahr. Keine Ketten würden die Gefangenen mehr halten können, wenn sie ihre gesamte Energie zu ihrer Befreiung nutzen würden.

Erst wenn es sich unter den 99% der Menschheit herumgesprochen hat, dass nun Befreiung angesagt ist, und sie ihre Gedanken nur diesem einen Ziel widmen, dann wäre auch hier Befreiung möglich.

Versucht wurde dieses nun schon einige Male, mit jeder Revolution, die aber meistens blutig niedergeschlagen wurde, oder einfach im Sande verlief. Schuld an dieser Situation ist eigentlich, dass nur eine Einzelperson wirklich hinter dieser Revolution steht. Die Masse sind einfach nur Mitläufer, die gar nicht das Wissen haben um die Zusammenhänge zu erkennen. Sobald die Situation brenzlig wird oder abflaut, wird jeder wieder seine eigenen Wege gehen, und so wird das Ziel niemals erreicht werden.

„Niemand ist hoffnungsloser versklavt als jene, die fälschlicherweise glauben, frei zu sein.”

Johann Wolfgang von Goethe, 1749 – 1832

„Krieg ist ein Zustand, bei dem Menschen aufeinander schießen, die sich nicht kennen, auf Befehl von Menschen, die sich wohl kennen, aber nicht aufeinander schießen.“

George Bernard Shaw

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