4.16   Religion und Rituale

Jede Religion oder Sekte, jeder Verein,  jede Partei, Gruppe, Familie, Beziehung oder Geschäftsidee hat als Berechtigung ihrer Existenz öffentliche und geheime Rituale.

Die Rituale der katholischen Kirche

Taufe:

Die neugeborenen Kinder müssen getauft werden, sonst sind sie auf ewig verdammt und werden in der Hölle schmoren.

Firmung:

Am Weißen Sonntag, oder an den darauffolgenden Sonntagen, gehen die Drittklässler einer Gemeinde zur Erstkommunion. Das ist ein besonderes Fest, an dem die Kinder zum ersten Mal in Form einer Hostie das heilige Brot empfangen dürfen und damit in die Mahlgemeinschaft mit Jesus aufgenommen werden. Viel wichtiger ist für die Kleinen natürlich das Fest mit den vielen Geschenken das für sie gefeiert wird.

Eucharistie bzw. Abendmahl:

Hier wird Wein zu Blut und Brot zu Fleisch Jesus Christus. Das wird nun in der Gemeinde gemeinsam verzehrt, beziehungsweise getrunken, bei den Katholiken aber darf nur der Priester allein vom Blute trinken. Wer dachte Kannibalismus gibt es nur auf der Südsee-Insel Nuku Hiva hat wohl im Religionsunterricht geschlafen.

Beichte:

In der katholischen Kirche unterscheidet man zwischen kleinen Sünden und Totsünden. Danach gilt zum Beispiel schon die Leugnung der katholischen Glaubenswahrheit als Todesstrafe. Der Priester nimmt die Beichte ab und darf als Gottes Richter Strafen verhängen, diese müssen dann vom Sünder abgebüßt werden. Wer seine Buße aber dann nicht einhält wird von Gott erneut bestraft und zwar mit ewiger Hölle. Zweck des Ganzen ist natürlich die Einhaltung von Spenden in beträchtlichen Höhen, die oft als Buße ausgesprochen werden. Ist der Fall abgeschlossen kann lustig weitergesündigt werden.

Krankensalbung bzw. “Letzte Ölung”:

Je näher es auf den Tod zugeht, je größer wird die Angst des gläubigen Katholiken vor dem Fegefeuer und ewiger Verdammnis. Hier hat die katholische Kirche in ihrem absoluten Größenwahn eine Lösung anzubieten die nicht zu toppen ist. Vergebung sämtlicher je begangener Sünden, inclusive den nie gebeichteten. Der Gläubige muss nur bereuen und als Buße sein Vermögen der Kirche überschreiben. So ist schon so mancher Erbe der leer ausging, vor Freude, dass der Verstorbene nun im Paradies gelandet ist, unter die Decke gegangen. Die Priester aber, die genügend Erbschaften eingesackt haben, steigen auf in der Karriereleiter, bis hin zum Kardinal in Rom, wo sie eines Tages sogar zum Papst gewählt werden können.

Priesterweihe:

In Matthäus 23,27 warnt Jesus vor den Schriftgelehrten und Theologen “Weh euch, ihr Heuchler, die ihr seid wie die übertünchten Gräber, die von außen hübsch aussehen, aber innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat”. Jesus wollte niemals Pfarrer und Priester, geschweige denn Exzellenzen (Bischöfe), Eminenzen (Kardinäle) und dergleichen. Keiner ist nach seiner Lehre höhergestellt, als der Andere.

Wie in den heidnischen Kulten geben sich die Priester faktisch als Mittler zu Gott aus, im katholischen Kult gelten die Bischöfe offiziell als Stellvertreter des Mittlers “Christus“, allen voran der „Heilige Vater“, der Ober-Guru und Stellvertreter Gottes auf Erden, der Papst.

Ehe:

Nicht genug, dass die Pfaffen jeden Krieg und die Waffen dazu segnen, auch in der Ehe haben sie das absolute Sagen. Auch wenn die meisten jungen Menschen heute mit der Kirche nur noch wenig am Hut haben – wenn’s ans Heiraten geht, finden sich doch viele wieder beim Pfarrer ein, weil sie auf eine “Hochzeit in Weiß” nicht verzichten möchten, den feierlichen Tausch der Ringe, die Orgelmusik. Die Kirche soll eben auch ihren “Segen” dazu geben. Bis das der Tot euch scheide. In Italien war es bis vor kurzen sogar unmöglich sich scheiden zu lassen. Da bekam der Ausspruch Scheidung auf Italienisch gleich eine ganz andere Bedeutung.

Beerdigung:

Von der Wiege bis zur Bahre ist der Kirchenangehörige eingebunden in Praktiken, die ihn an die Institution Kirche binden – bis über den Tod hinaus. Denn gerade der Schlusspunkt, die Beerdigung, spielt hier eine Schlüsselrolle. Jesus lehrte, nicht auf das Verwesliche zu blicken, sondern auf das Unvergängliche, den Geist. Er lehrte einen lebendigen Gott und keine Verehrung von Leichenteilen. Wie die antiken Götzenkulte entwickelte die Kirche einen aufwändigen und teuren Bestattungs-, Toten- und Reliquienkult.

Das Kreuz:

In vielen Schulklassen, Wohnungen und an ebenso vielen Hälsen hängt er, der Jesus am Kreuz. Bei den Messen in der Kirche schaut er vom Altar, nicht der lebendige Jesus, sondern ein Leichnam. Das ist wie in einer Horrorshow, und wäre Jesus gehängt worden, würde er da wohl am Galgen baumeln. Dabei ist es symbolisch und eine Verhöhnung Satans, der jeden Augenblick an seinen Triumpf erinnern will, als Warnung an Jesus, es ja nicht noch einmal zu versuchen sein Territorium, die Erde zu betreten.

Marien und Heiligenkult:

Im frühen Christentum ist eine Verehrung von Maria noch unbekannt. Im dritten Jahrhundert wurde dann die fortdauernde Jungfrauschaft der Maria eingeführt, und im sechsten Jahrhundert sogar die leibliche Himmelfahrt.

In vielen alten Religionen werden Frauen verehrt, die ihre Söhne jungfräulich geboren haben, und der häufig später ihr Gatte wurde. Auf dem Konzil von Ephesus im Jahre 431 wurde an die Stelle von Diana und Artemis, Maria gesetzt. Viele Titel der alten Muttergottheiten gingen auf Maria über: “Himmelskönigin”, “Gnadenspenderin”, “Unbefleckte”, “Gottesmutter” und “Gottesgebärerin”. Das Dogma von Ephesus machte die leibliche Mutter Jesu zur “Gottesmutter”. Mit diesem Begriff wird die Vorstellung erzeugt bzw. bewusst in Kauf genommen, dass Maria sozusagen über Gott steht.

Zudem gibt es jede Menge Schutzheilige gegen alles, Feuer, Wasser, Krankheit und vieles mehr. Damit der Faden nicht abreist werden vom Popen dann auch immer wieder alte Kumpel die längst verstorben sind „heilig“ gesprochen.

Kirchliche Feste und Bräuche

Weihnachten:

Am 21. Dezember, am Tag der Sonnenwende feierten viele Kulturen die Zeit der Wiedergeburt der Sonne. Mit der Ausbreitung des römischen Reiches wurde die Wintersonnwende dann zum römischen Staatsfeiertag ausgerufen, als Geburtstagsfeier der unbesiegbaren Sonne.

Im Jahre 217 setzte sich Papst Hippolytos für den 25. Dezember als Tag der Christgeburt ein. Um 330 schließlich erklärte Kaiser Konstantin das Christentum zur römischen Staatsreligion und funktionierte den alten Sonnengott um in die Geburt von Jesus.

In den USA und vielen Teilen der Welt heißt Weihnachten X-Mas, man hat das Kreuz gegen ein X ersetzt, weil sich die Juden diskriminiert fühlen, wegen der Schuld am Tot von Jesus.

Ostern:

Es soll mit der Frühlingsgöttin Astarte zusammenhängen. Denn nach babylonischem Glauben wurde die Göttin Astarte aus einem Ei ausgebrütet, und so war das Ei ihr Symbol. Bereits die Ägypter und Perser hatten den Brauch, zu ihrem Frühlingsfest Eier zu bemalen. Ostereier sind demnach ein altes heidnisches Fruchtbarkeitssymbol.

Der Hase gilt bereits im alten Ägypten als ein Symbol der Weisheit. In der ägyptischen Sprache hatte das Wort für “Hase” einen ähnlichen Klang wie das Wort für “Lebenszyklus”. Im Frühling beginnt ein neuer Zyklus der Fruchtbarkeit und der Erneuerung des Lebens.

Ungefähr zwei Milliarden Katholiken und Protestanten glauben, dass Jesus Christus am Karfreitag gekreuzigt und begraben wurde, und am darauffolgenden Sonntagmorgen von den Toten auferstand. Der Tot Jesu und seine Beisetzung sind so beschrieben im Evangelium des Johannes Kapitel 19, Vers 30-42.

Jesus eigene Worte aber sind wie folgt: „Wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein“ (Matthäus 12,40).

Jona wird von einem großen Fisch verschlungen. In dessen Bauch betet er und wird nach drei Tagen und drei Nächten wieder an Land ausgespien.

Aber der HERR verschaffte einen großen Fisch, Jona zu verschlingen. Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte. (Jona 2,1)

Ist das vielleicht ein versteckter Hinweis von Jesus, dass das mit den drei Tagen und Nächten wohl ein Scherz sein soll. Der Volksmund geht noch einen Schritt weiter und macht aus dem Fisch gleich einen Wal, der ja bekanntlich ein Säugetier ist.

Im Apostolischen Glaubensbekenntnis, das wohl alle Katholiken so wie Protestanten mehr als auswendig aufsagen können heißt es unter anderem:

“Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn,
unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;”

Nach der Karfreitag-Ostersonntag-Tradition wäre der Zeitraum vom Sonnenuntergang am Freitag (Beginn des Sabbats) bis Sonnenuntergang am Samstag, eine Nacht und ein Tag. Sonnenuntergang am Samstag bis Sonnenaufgang am Sonntag wäre eine weitere Nacht. Nach dieser Berechnung hätten wir also nur einen Tag und zwei Nächte.

Woher kommt der Nachwuchs

Wer würde schon freiwillig Priester werden um ein Leben in Demut und ohne sexuelle Erfüllung zu Leben. Um solchen Nachwuchs zu finden bediente man sich ein paar raffinierter Tricks. Die eigenen Kinder zu Priestern machen geht ja nicht wegen des Zölibat, Priester heiraten nicht und haben somit auch keine Kinder, keine offiziellen jedenfalls.

Die Reichen lassen ihre Kinder schon aus Tradition studieren, auch wenn sie zu blöd sind das kleine Einmaleins aufzusagen. Auch für den anspruchslosesten Job würden bei einigen die Zensuren nicht reichen. Doch da gibt es ein Studienfach wo nicht das Wissen gefragt ist, sondern der Glaube. Also studiert man Religion und wird später Priester.

Die katholische Kirche nimmt sie alle. Zuerst geht es erst einmal ins Kloster, wo die Ausbildung zum Geldeintreiber stattfindet. Totaler Gehorsam und Schweigepflicht, unerträgliche Demütigung und Pflichten die nicht eingehalten werden können, machen jeden zum erpressbaren Sünder. Die Länge der Ausbildung richtet sich danach, wie stark Jemand Wiederstand leistet bis er endlich gebrochen ist. Die Besten bekommen dann ein Amt oder eine Gemeinde, wo sie Karriere machen können. Von dem Rest hört und sieht man nichts mehr.

Ein noch größerer Anreiz um Priester zu werden ist die Freizügigkeit, mit der Kindesmissbrauch geduldet und betrieben wird. Kommt einmal ein Fall an die Öffentlichkeit, so hat die Kirche ihre Leute bisher immer zu schützen gewusst. Ja, durch die Presse wird erst die Werbetrommel gerührt, „da musst du hin, da kann dir nichts passieren“. Kleine Jungen als Ministranten in Mädchenkleidern sind aber auch recht sonderbar und aufreizend.

Angehende Bischöfe sollten erst zur Probe gekreuzigt werden, bevor sie auf die Menschheit losgelassen werden.

Mehr Glaubensrichtungen

Viele Religionen sind vom katholischen Glauben abgesplittert, weil sie mit deren Doktrin nicht einverstanden waren, und bildeten eine eigene entschärfte Variation. Juden, Christen und Moslems haben den gleichen Ursprung, während Buddhisten oder Hindus eine ganz andere Glaubensrichtung haben. Jeder Kontinent, jedes Land und jedes Volk, bildete seine eigene Religion.

Nicht zu unterschätzen sind auch eine Vielzahl an Sekten, die wie Pilze aus der Erde Schießen. Diese sind zumeist nicht vom Staat anerkannt, und Anführer ist zumeist ein selbsternannter Guru oder Wanderprediger.

http://www.destruktive-gruppen-erkennen.com/

Zurück